konfrontation

ich bin das zimmer der angst
in einem haus, um das kein winden geht

hast du keine türen
suchst du nie die schlüssel

schrieb ich einst als dichterin
und als mensch
ging ich bretter kaufen

als es getan war
und die stille ruhig
und das harmlose zahm
fürchtete ich kein unglück mehr
keines ausser mir selbst
und dieses ist das grösste

im zimmer der angst
sind die fenster opak

Veröffentlicht in: on 1. Juni 2010 at 09:45  Kommentare (2)  

optimierung der lust

mach mich zu der die ich war
als du zum ersten mal dachtest
wow die kleine sieht geil aus
vergiss dass wir uns lieben
und glaub nicht
es ginge so weiter
küsse sind vektorgrössen
an meiner haut
nahrung
für mein haptisches system
es gibt keine seele
also
nimm doch einfach mich
und
nimm mich doch einfach

Veröffentlicht in: on 19. Mai 2010 at 22:15  Hinterlasse einen Kommentar  

Lies, was hier drunter steht!

Das hier ist kein Gedicht.
Und das hier kein Satz.
Das hier ist keine HTML-Datei, die du mit deinem Browser betrachtest.
Ich lüge
und zwar immer.
Manchmal bin ich auch ehrlich.
Was du gerade liest, gibt es gar nicht.
Hinter dir tanzt ein schwarz-blau-gestreiftes Nilpferd zu Schwanensee.
Schau nach!
Hast du es gesehen?
Das liegt daran, dass das Nilpferd unsichtbar ist.
Und ausserdem nicht existiert.
Gott existiert, und zwar, weil er existiert.
Du hast keine Ahnung von Lyrik.
Versuch gar nicht erst, das hier zu analysieren.
Ignoriere diesen Blog-Eintrag.
Gib mir kein Feedback.
Dieses Gedicht ist der Onkel von Francis Bacon, der gestorben ist, als John Williams und David Smith im Jahre 2091 Poker gespielt haben.
Und jetzt hau ab.

Veröffentlicht in: on 10. Mai 2010 at 15:08  Hinterlasse einen Kommentar  

blinde

tap
tap
klapp
echo (tap tap klapp)
ding
liftsurren
ding
türquietschen
schmatz
„Du hast es geschafft.
Ganz allein.“
„Ich brauche jemanden.“
„Mich?“
„Jemanden.“
kuss
zungenkuss
seufzen
tap
tap
flap
flap
bettrascheln
„Ja.“
kleiderrascheln
„Ich – oh.“
atmen
stöhnen
stöhnen
schreien
keuchen
hauchen
atmen
schnarchen

Veröffentlicht in: on 2. April 2010 at 17:01  Hinterlasse einen Kommentar  

schriebe ich ein liebesgedicht, so sähe es aus

wie ich
mich poetisch fühl
bloss weil in meiner hand
ein bleistift liegt

ich schreibe mich
der welt an
hier sei mein zimmer
hier meine socken
und irgendwo
dahinter ich

und
nein es ist nicht schön
auf dieses schöne gefühl zu
warten

und
es wird nicht einfach
das meinen monstern beizubringen

und
ich erkenn mich nicht mehr
im graphit, in den socken und mir
dämmert ich bin das gefühl
auf das ich warte

Veröffentlicht in: on 10. März 2010 at 08:30  Hinterlasse einen Kommentar  

fernen los

sie sagen ferne
los ferne renn
dieses hier
ist tot und tot
will keiner sein

ich sag ich kann nicht rennen
könnt ich ich blieb hier
tod ist leben nur anders
und leben ist ein scherbengang

sie sagen ich sei feige
jeder renne jeder ferne
ja ja barfuss feige aber

bleib ich bin ich endlich
endlich fernen los

Veröffentlicht in: on 30. Januar 2010 at 11:08  Hinterlasse einen Kommentar  

Überfluss

Der Mond kotzt Licht
in unser Zimmer
die Uhren spucken
träge Zeit.

Im Bett verwesen Liebessäfte –
letzte Höhepunkte
einer Talfahrt ins Jetzt.

Es raschelt, schwitzt
in unsern Kissen
an den Händen
trieft die Lust.

Die Lebenserwartung
sinkt, und sie sinkt
nicht nur für Tränen.

Veröffentlicht in: on 4. Januar 2010 at 13:24  Hinterlasse einen Kommentar  

31. Super Mario Bros.

»Main Theme«, aus: Super Mario Bros. (NES, 1985)

Veröffentlicht in: on 31. Dezember 2009 at 00:05  Hinterlasse einen Kommentar  

30. Korobeiniki

»Korobeiniki«, aus: Tetris (Game Boy, 1989)

Veröffentlicht in: on 30. Dezember 2009 at 01:01  Hinterlasse einen Kommentar  

29. Mullen

»Mullen«, aus: Grandia (Sega Saturn, 1997)

Veröffentlicht in: on 29. Dezember 2009 at 00:05  Hinterlasse einen Kommentar  
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